Interview mit Silke Röhs
Interview mit Silke Röhs, Presse-Verantwortliche und Leiterin der Geschäftsstelle des Hessischen Karate-Verbandes
Wenn man im Karate von Speedy hört, dann wird meist von Silke Röhs gesprochen. Und sie macht ihrem Spitznamen wirklich alle Ehre. Bei der Jugend- und Junioren-EM 2010 in Izmir hatte ich Gelegenheit mit ihr bei einem Caj (türkischer Tee) zu sprechen.

CG: Die erste Frage liegt auf der Hand, Silke, wie bist Du eigentlich zu Deinem Spitznamen gekommen?
SR: Zu Anfang gaben mir die Athleten den Spitznamen „Paparazzo“. Aufgrund der schnellen Arbeit nannten mich Günter Baschek (Präsident HFK) und Schahrzad „Speedy“. Letzteres setzte sich am Ende durch und so war mein Spitzname gesetzt.
CG: Was fasziniert Dich am Karate und wie hast Du den Weg zu dieser Kampfkunst gefunden?
SR: Kampfsport faszinierte mich schon in der Kindheit und nach Judo und Ju-Jutsu fand ich den Weg ins Karate. Mein Onkel hat in meiner saarländischen Heimat einen Karateverein, in welchem damals viele aus meiner Familie trainierten. Aufgrund der Gespräche auf Familienfesten wurde ich neugierig und ging zum Probetraining.
Etikette, die Dynamik und Präzision der Techniken und das präzise Abstoppen begeisterten mich sofort. Seit 30 Jahren ist es nun ein wesentlicher Teil in meinem Leben. Heute trainiere ich bei Wolfgang Krämer im Shotokan Karate Verein Altenstadt.
„Karate: Disziplin und Werte“
CG: Neben dem Sport an sich engagierst Du Dich für die Außendarstellung vom Karate. Was sind in Deinen Augen die großen Vorzüge vom Karate und wie kann man diese vielleicht noch mehr in der Öffentlichkeit publik machen?
SR: Ich finde Disziplin und die Vermittlung von Werten sehr wichtig. Beides ist im Karate sehr stark verwurzelt. Diese Eigenschaften erachte ich als wesentlich für unser tägliches Beisammensein. Wir haben in Hessen unsere Öffentlichkeitsarbeit in den letzten Monaten diesbezüglich forciert. Wir arbeiten sehr daran, dass Karate nicht nur als Kampfsport angesehen wird.
Der Grundstock wurde 2009 durch Schahrzad Mansouri, Vizepräsidentin HFK, bei ihrem Besuch im Europaparlament in Straßburg gesetzt. Vor Ort zeigte sie die Möglichkeiten des Karate im Sport, der Vermittlung von Werten und der Gewaltprävention auf. Dies findet seine Fortsetzung in unserer Pressearbeit auf kommunaler Ebene. Wir sind in Hessen bestrebt, dass das typische Kampfsportklischee aus den Köpfen der Leute kommt.
„Aussendarstellung im Karate ist sehr wichtig“
CG: Du hast schon einige große Karate-Meisterschaften erlebt und von vielen Hessischen und somit auch Deutschen Erfolgen berichten können, was war der spannendste/ bewegendste Augblick für Dich?
SR: Ich kann da keinen speziell nennen. Besonders berühren mich jedoch Eröffnungszeremonien und natürlich Siegerehrungen deutscher Athleten. Dank dem HFK und dem DKV darf ich immer wieder bei solchen Anlässen dabei sein. So ein wenig finde ich mich da in meinen Anfängen meiner Leistungssportzeit wieder. Damals gab es leider keine größeren Berichterstattungen von Verbandsseite für ihre Sportler. Ich denke jedoch, dass dies für die Sportler, ihre Heimatvereine und ihre Stützpunkte sehr wichtig ist.

CG: Du bist ja nicht nur mit der Kamera-Linse sondern auch bei Deiner Tätigkeit als Leiterin der Hessischen Geschäftsstelle ganz nah am Karate-Geschehen. In wiefern siehst Du Parallelen zwischen Deiner Aufgaben am Rande der Tatami und der Tätigkeit für den Verband und seiner Mitglieder?
SR: Da muss ich auf die vorausgegangene Frage zurückkommen. Die Sportler, die Vereine, die Trainer –egal ob Breiten- oder Leistungssport- verdienen es, dass man sie optimal betreut. Als in Hessen im Sommer 2009 die Geschäftsstelle neu besetzt werden sollte, war dies mein Anspruch und meine Motivation für meine Bewerbung. Wie bereits anfangs erwähnt ist Karate ein wesentlicher Teil in meinem Leben.
Ich denke, dass meine erfolgreiche Vita nicht zuletzt dem Karate zu verdanken ist. Es freut mich, dass ich ein wenig zurückgeben kann. Ich habe natürlich auch das Glück, dass ich mit dem Vorstand des HFK ein optimales Team für eine Ziel führende und gemeinsame Arbeit habe. Günter Baschek (Präsident), Schahrzad Mansouri (Vizepräsidentin) und Reinhard Schmidt-Eckhardt (Schatzmeister) stehen für Transparenz und Moderne. Sie sind letztlich die Ursache, weshalb die Geschäftsstelle diesen positiven Zuspruch der hessischen Vereine erfährt.
Auch möchte ich an dieser Stelle erwähnen, dass mir die Zusammenarbeit mit den Aktiven und ihren Vereinen sehr viel Freude bereitet.
CG: Hast Du ein Motto oder ein Sprichwort, was Dich im Leben begleitet?
SR: „Enjoy your life!“
Ich bedanke mich für das Gespräch und wünsche Dir für Die Zukunft alles Gute.
Internet-Auftritt der Geschäftsstelle des Hessischen-Karate-Verbandes: HIER!
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